Neun Pfahlbaustationen am baden-württembergischen Bodenseeufer wurden 2011 vom Welterbekomitee der UNESCO zusammen mit weiteren Pfahlbaufundstellen in sechs Alpenländern als grenzüberschreitendes Weltkulturerbe anerkannt. Die beiden ca. 5000 Jahre alten Siedlungen in Bodman-Ludwigshafen liegen unter Wasser und sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Zwei Spielanlagen in Bodman schlagen eine Brücke zwischen Wasser und Land und machen auf die verborgenen Schätze aufmerksam. Die archäologischen Funde der Pfahlbausiedlung sind Reste von Textilien, Wagen und Rädern gewähren einzigartige Einblicke in die Welt der frühen Bauern, deren Alltagsleben, Landwirtschaft, Viehzucht und technische Innovationen. Diese Fundstücke wurden in die Gestaltung des Spielplatzes aufgenommen und wirken surrealistisch. Kleine Fundstücke ganz groß und große Gegenstände wie Wohnhäuser, einen Wachturm mit Wehrgang und ein Kulthaus klein zu gestalten, ist die Idee, um den Blick auf die wertvollen Fundstücke zu fokussieren.
Speerspitzen wurden skulptural interpretiert, überdimensional gestaltet und werden so zu spannungsgeladenen Spielobjekten und einem echten Blickfang. Zwischen diesen historischen Schätzen lässt sich gut Rutschen, Hangeln und Klettern. Die verdichteten Räume mit ihren vielfältig-komplexen Strukturen auf engem Raum stellen einen hohen Spielwert dar. Bei der Farbgestaltung wurden Symbole und Zeichen wie Linien, Punkte und Flächenfüllungen als grafische Elemente und Muster aufgegriffen. Auch wenn über die geistige und rituelle Kultur dieser Zeit nur wenig bekannt ist, können Besucherinnen und Besucher erleben, welche mystische Kraft hinter der Symbolik steht.











